Schützenverein Ringel 1904 e. V.


25 Jahre Lengericher Schützenbund 

"Wir haben ein kleines Pflänzchen gesteckt, das wir hegen und pflegen müssen, damit daraus eine knorrige Eiche entsteht, unter die sich alle Lengericher Schützenvereine stellen können". 

Diesen Ausspruch wagte Friedrich Prigge vor 25 Jahren bei der Gründung des Lengericher Schützenbundes.
13 Vereine waren dabei, 13 Vereine sind immer noch dabei. Das Pflänzchen ist gewachsen und hat sich zu einer Jungeiche entwickelt.
Friedrich Prigge ist nach wie vor 1. Vorsitzender. Über 2000 Schützenschwestern und Schützenbrüder gehören den Mitgliedsvereinen an. 

Entwickelt hat sich der Wunsch nach einer Dachorganisation für die Lengericher Schützenvereine im Rahmen eines großen Spektakels:
Der Erstürmung Lengerichs durch die Alte Pankgrafenvereinigung aus Berlin aus Anlass des 175-jährigen Bestehens der Bürgerschützen.
Es musste eine Bürgerwehr her. Da griff der damalige Bürgermeister Bruno Karner ins Rädchen. Er brachte alle 13 Schützenvereine unter einen Hut.
Einige Schützenbrüder fuhren im gleichen Jahr mit zum Eisbeinessen nach Berlin.
Auf der Rückfahrt hockten sich im Helmstedter Schützenhaus Friedrich Prigge, Günther Niemeyer und Günter Strothmann zusammen und schmiedeten das Eisen, das am 5. Mai 1987 zur Gründung des Schützenbundes führte.

 

Kaiserschießen in Lengerich 

Der damalige Bürgermeister Bruno Karner war es, der 1977 aus Anlass der Feierlichkeiten "250 Jahre Stadt Lengerich" das Kaiserschießen ins Leben rief.

Seit 1989 liegt es in der Obhut des Schützenbundes. Alle drei Jahre treten die Könige der 13 Lengericher Vereine an, um den besten aus ihrer Mitte zu ermitteln. In den ersten Jahren wurde mit Kleinkaliber auf Karte geschossen. Das fand in aller Regel unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

Das änderte sich ab 2001. Da entschied sich der Schützenbund, ein Vogelschießen durchzuführen. Das war viel publikumswirksamer. Viele Menschen verfolgten seither an der Gempt-Halle das spannende Geschehen. 

Erster Schützenkaiser wurde 1977 Rudi Peters von Vortlage-Niederlengerich, erster Kaiser beim Vogelschießen Ulrich Schlamann aus Exterheide-Meesenburg. 

Die Vortlager sind bislang der erfolgreichste Verein. Sie stellen immerhin schon drei Kaiser. Jeweils zweimal durften Lengerich-Stadt von 1893 und Ringel jubeln. 

In 2010 ist erstmals das Kaiserschießen zusammen mit dem Jubelfest der Bürgerschützen durchgeführt worden. 2013 richtet Settel das Kaiserschießen im Rahmen seines Schützenfestes aus. 

Quelle: Festbuch "25 Jahre Lengericher Schützenbund", Herausgeber Lengericher Schützenbund, Redaktion Detlef Dowidat, 2012

 

Die Lengericher Schützenkaiser: 

2013 - Cordula Utsch, Hohne-Ost

2010 - Peter Lutterbey, Ringel 

2007 - Werner Düing, Hohne-Ost 

2004 - Werner Hülsmeier, Vortlage-Niederlengerich 

2001 - Ulrich Schlamann, Exterheide-Messenburg 

1998 - Erwin Sundermann, Aldrup 

1995 - Ulrich Stieneker, Vortlage-Niederlengerich 

1992 - Thomas Sommer, Stadtschützen 

1989 - Werner Vogelpohl, Hohne-Niedermark 

1986 - Heinrich Kröner, Ringel 

1983 - Erich Ehlert, Bürgerschützen 

1980 - Rolf Marahrens, Stadt von 1893 

1977 - Rudi Peters, Vortlage-Niederlengerich